Mietpool

„eine Alternative für Kapitalanleger“

 

Eine Hausverwaltung kann zwei Arten der Sondereigentumsverwaltung betreuen.

Zum ersten kann sie jede Eigentumswohnung einzeln betreuen oder alle Eigentumswohnungen werden in einer Art Solidargemeinschaft zusammengefasst, dem sogenannten Mietpool.
Hierfür muss die Hausverwaltung eine BGB-Gesellschaft gründen. Gesellschafter dieser GbR ist die Hausverwaltung. 

Wie trete ich einem Mietpool bei, wie ist die Funktionsweise?

Jeder Eigentümer einer oder mehrerer Eigentumswohnungen in einer WEG kann wählen, ob er der Mietpool-GbR als Gesellschafter beitritt und sein Sondereigentum verwalten lässt. Ein Mietpool fungiert solidarisch. Dies bedeutet, dass von Kaltmieten und den Betriebskostenvorauszahlungen (Bruttomieteinnahmen) die entstandenen Kosten abgezogen werden. Der restliche Betrag kommt allen Gesellschaftern gleichermaßen zu Gute.  Die Berechnungsgrundlage der Nettomiete wird entweder nach dem Verhältnis der Wohnfläche, oder nach Miteigentumsanteile berechnet. Hierbei ist es unerheblich, ob die Wohnung eines Gesellschafters derzeit vermietet ist oder nicht. Somit fließt jedem Mitglied des Mietpools dieselbe Nettomiete anteilig zu.

Vor- und Nachteile eines Mietpools

Gerade in der heutigen Zeit, wo der Zinssatz so niedrig ist wie selten zuvor, lohnt sich die Frage nach einer Immobilie als Kapitalanlage.

Der große Vorteil, des Mietpools liegt darin, dass bei dieser Vorgehensweise das (Leerstandsrisiko) deutlich bei jedem einzelnen Wohnungsbesitzer reduziert wird. Dieses Risiko wird auf den Mietpool umgelegt. Im Gegensatz zur „normalen Mietverwaltung“ erhält der Eigentümer weiterhin Mieteinnahmen. Zwar in reduzierter Form und auch nur für eine gewisse Zeit, jedoch gerade beim Erwerb fremdfinanzierter Wohnungen, wie zum Beispiel bei einem Neubauprojket oder saniertem Altbau, kann dies wichtig sein, um die Zins- und Tilgungsraten weiterhin bedienen zu können.

Nachteile eines Mietpools können, der Verzicht auf die Chance einer höheren Rendite, darstellen.
Sollte Ihr Mieter 10 Jahre beispielsweise immer pünktlich seine Miete zahlen und nicht ausziehen,
Sie als Eigentümer z.B. 10,20€ pro m² Wohnfläche erhalten, was ein Idealfall wäre, dann wäre Ihre Rendite geschmälert, da Sie anteilmäßig die Mietausfälle oder auch Anwalts- und Renovierungskosten, die bei der Vermietung anderer Wohnungen anfallen können mit den anderen Gesellschafter mittragen müssen.

Auf der anderen Seite profitieren Sie als Eigentümer natürlich ebenso, sollte Ihr Eigentum im Mietpool von Mietausfällen oder wie weiter oben erwähnt, betroffen sein.